Freitag, 31. Mai 2013

Ein Abenteuer geht zu Ende…



Aus gesundheitlichen Gründen musste ich (Meike) meine Indienreise früher als geplant beenden. Von daher ging am 14.05.2013 mein Flug zurück ins kalte Deutschland. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich mich schon fast wieder gut hier eingelebt habe. Dennoch muss ich sagen, dass mir dieser Temperaturwechsel schon sehr zu schaffen gemacht hat (Indien: 41 Grad; Deutschland: 11 Grad).

Mein letzter Tag im Kinderhaus Karunai war von daher der 12.05.2013. Da wir ja mittlerweile wissen, dass in Indien gerne gefeiert wird, haben es sich auch die Kinder nicht nehmen lassen, mich auch feierlich zu verabschieden. Es war ein sehr schöner Abend, den ich so schnell auch nicht vergessen werde.


Gegen 17:00 Uhr wurde ich in die Jogahall gebeten, wo schon die Kinder sehnsüchtig auf mich warteten. Ich sollte mich dann an einen Tisch am Ende des Raumes setzten. Von dort aus hatte ich eine gute Sicht auf alle Mädchen, die Tanzfläche und das Rednerpult. Dann begann das Programm der Mädchen. Zuerst wurde ich willkommen geheißen und ein Mädchen sprach eine Anfangsrede, in der berichtet wurde, was alles folgen wird. Zwei verschiedene Tanzgruppen haben dann einen extra für mich einstudierten Tanz vorgeführt. 

Außerdem sangen vier Mädchen für mich und auch Thomas und Monika sangen mir ein Lied vor. Natürlich durfte auch eine Abschiedsrede von Thomas nicht fehlen. Alle diese Dinge waren super schön und ich habe mich sehr über den gelungen Abschiedsabend gefreut. Jede Minute mit den Mädchen habe ich genossen, da es ja leider der letzte Abend gewesen ist. Zum Abschied des Abends sollte auch ich ein paar Worte an die Kinder richten. Während meiner Rede war ich schon sehr nervös, doch als ich in die strahlenden Augen der Kinder geschaut habe, konnte ich spüren, wie schön auch sie die vergangene Zeit fanden  und so musste ich mit meinen Tränen kämpfen…

Nach meiner Rede habe ich ein Geschenk von den Mädels erhalten. Ein Buch, in dem Briefe von jedem einzelnem Kind an mich sind. Einmal auf Englisch und einmal in Tamil geschrieben. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und mich sehr drüber gefreut.

Nach dem Abendessen saßen wir noch lange mit den Mädchen zusammen und sangen gemeinsame mit ihnen. Das war auch super schön.

Am Montagmorgen, den 13.05.2013 fuhren Sophie und ich dann zurück nach Chennai. Dort hatten wir noch einen schönen Abend mit Charles, Victor und den beiden Töchtern von Victor. Da ich noch unbedingt ein Hennatattoo haben wollte und auch typische indische Leckerein für meine Familie, mit nach Hause nehmen wollte, fuhren wir noch mehrere Stunden durch Chennai. Ich habe aber glücklicherweise alles bekommen, was ich wollte.

Dienstagsmorgen ging es dann sehr früh zum Flughafen, dort wurde ich von Victor und Sophie verabschiedet. Und somit Endete mein Indienabendteuer.

Doch ich kann sagen, dass ich keinen Schritt bereut habe und eine wirklich schöne, unvergessliche Zeit dort hatte. Ich konnte viele gute Erfahrungen machen und mit meinen Aufgaben wachsen. Auch bin ich sehr glücklich, dass ich die Kinder vom Karunai Haus kennen lernen durfte. Sie sind alle wirklich wundervolle Mädchen, die sehr glücklich sind dort leben zu dürfen.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Urlaubstripp durch Südindien (06.05.2013-08.05.2013)



Regen in Indien…

Am 06.05. wurden wir von Thomas Bruder Lourde am Busbahnhof von Trivandrum (Hauptstadt Keralas) in Empfang genommen. Er war für eine Woche in der Stadt, da hier ein Sommerfestival am Strand stattfand und er als Popkornverkäufer hier tätig war. Thomas hatte es arrangiert, dass Lourde uns ein Hotel aussucht, in dem wir die nächsten zwei Nächte übernächtigen konnten. Im ersten Hotel konnten wir jedoch nicht einchecken, da hier nur indische Landsleute ein Recht auf ein Zimmer hatten. Somit zogen wir zum nächsten Hotel. Hier hatten wir Glück und sind in einem wirklich schönen und modernen Hotel untergekommen. Das Gute war, es war noch nicht einmal teuer (also für unsere Verhältnisse ;-) ). 

Nach dem Mittagessen wollten wir dann endlich mal zum Strand. Im Reiseführer wurde der  Varkala Beach toll angepriesen, an dem man sogar mit Bikini ins Wasser gehen könne, ohne die ganze Zeit angestarrt zu werden. Da wir auf unserer gesamten Keralareise, sowie unserem ganzen Aufenthalt in Indien noch nicht im Meer schwimmen waren, wollten wir uns dies nun nicht entgehen lassen. Wir fuhren also am Nachmittag, voller vorfreude mit dem Bus nach Kovalam. Auf dem Weg dorthin wurde es schon düster und fing an zu fisseln. Bis dahin waren wir noch fest im Glauben, dass es nur ein kurzer Schauer werden würde. Naja, am Strand angekommen sahen wir hohe Wellen und einige Inder, die meisten waren Männer (da die meisten Frauen nicht schwimmen können), die sich ins kühle, stürmische Nass stürzten. Für uns sah es ein wenig gefährlich aus und da es nun auch zu gewittern begann, lieβen wir es dann mit dem Schwimmen…Wir wollten ja schlieβlich nicht gegrillt werden.

Nun war unsere Laune ein wenig in den Keller gerutscht. Ein leckerer Snack aus Pommes, Bier und Eis verhalf da ein wenig Ablenkung. So saβen wir nun  bei unserem Essen, beobachteten die durchnässten Leute, die an uns vorbei liefen, sahen den noch immer im Meer rumhüpfenden Männern zu und dachten uns nur…Was für eine Scheiβe (da will man einmal in 10 Tagen zum Strand und  dann so was).

Nach etwa 1 ½ Stunden machten wir uns auf den Rückweg. Das Tüpfelchen auf dem I war dann, dass uns in Trivandrum selber kein Ricschafahrer mehr für den gewohnten Preis zum Hotel fahren wollte. Da wir ja Touris sind, erhöhen sie gerne mal den Preis ums Dreifache. Ein netter Herr kam uns dann jedoch zur Hilfe, der den Ricschafahrer erst einmal eine Standpauke hielt und uns dann mit zum Hotel nahm. Da wurde uns mal wieder gezeigt, wie hilfsbereit das indische Volk doch ist.

Sommerfestival
Nach einer erholsamen Nacht, lieβen wir uns das Kontinental-Frühstück des Hotels schmecken (Toast, Butter, Marmelade, Tee und frischer Saft was jedoch mit dem leckeren Sonntagsfrühstück Zuhause, in Deutschland nicht mithalten kann). Heute wollten wir zum “Lion Safari Park “, um dann doch noch ein paar heimische Tiere zu Gesicht zu bekommen. Für uns ging es dann mit dem Bus nach Neyyar.

Nach einem kurzen Fuβmarsch kamen wir am Ticketverkauf an. Dort mussten wir dann jedoch noch eine geschlagene Stunde  warten, bis es dann endlich losging. Wir fuhren mit einem kleinen Boot zu einer Insel. Dort sollten wir die asiatischen Löwen zu Gesicht bekommen. Wir waren ganz gespannt und freuten uns. Zunächst passierten wir eine Schleuse, die uns ein wenig an Jurassic Park erinnerte und fuhren dann durch ein waldiges Gelände. Auf einem kleinen Platz lagen nun zwei Löwinnen und ein Löwe, die sich ausruhten. Wir durften aus dem Bus heraus einige Fotos schieβen und dann ging es auch direkt wieder zurück zum Boot. Wir waren schon mal froh, wenigstens die drei Löwen gesehen zu haben. Auβerdem ging es für uns weiter zum Kokodilreservart und Rehgehege. Hier schauten wir uns drei Krokodile und eine Gruppe Rehe an. Damit war unser Besuch im Safari Park beendet. Und die Moral von der Geschicht, Safari Parks und Nationalparks in Indien kann man echt vergessen. Sophie freut sich somit schon riesig auf den Zoo in Arnheim.

Nach einem ernüchternden Nationalpark ging es dann also für uns zurück nach Trivandrum City. Nun hatten wir noch reichlich Zeit, die genutzt werden sollte. Wir überlegten, zum Sommerfestival an den Strand zu fahren, um Lourde beim Popcornverkauf zu unterstützen. Am Strand angekommen waren wir ein bisschen überrascht, da es hier ganz und gar nicht nach Festival aussah. Nach einer kurzen Suche und einem anschlieβenden Telefonat trafen wir dann auf Lourde. Er führte uns über das “Festivalgelände”, was aus einem Zelt mit ca. 20 Ständen bestand und wo einfach nichts los war. Aufgrund des schlechten Wetters am vorherigen Tag liefe das Geschäft wohl schlecht, wie uns Thomas Bruder berichtete. Aber ehrlich gesagt war das Festival auch einfach ein Witz und sah von vornherein schon nicht einladend aus. Naja…wir lieβen uns dann noch Lourdes indische Popcorn schmecken (mit Masala und Curry gewürzt) und verabschiedeten uns von ihm.

Um den Tag dann doch noch in guter Erinnerung zu behalten, genossen wir beim Abendessen im Hotel eine leckere Tomatensuppe, auf die wir beide richtig Lust und Hunger hatten.

Ein schöner Urlaub geht zu Ende
Heute hieβ es für uns Tasche packen und uns für die Rückreise bereit machen. Nun sollten 10 Tage unseres Keralatripps zu Ende gehen und wir die Rückkehr nach Pondicherry per Zug antreten. 

Nachdem wir gefrühstückt hatten, machten wir uns, dieses Mal gemeinsam mit Lourde auf den Weg zum Varkala Strand. Heute schien das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung machen zu wollen und somit bekamen wir dann doch noch die Möglichkeit, einmal in die Wellen des indischen Ozeans zu springen. Dort angekommen suchten wir uns eine der Liegen aus, wurden von Thomas Bruder mit Snacks und Getränken versorgt und sprangen nacheinander ins kühle Nass (Kühl ist wohl zu viel gesagt, bei einer Wassertemperatur von 30 Grad). Obwohl wir uns extra an das indische Volk angepasst hatten und mit Schwimmshorts und Top ins Wasser gegangen sind, waren wir doch wieder die Attraktion überhaupt. Viele guckten uns zu, als wir ins Wasser gingen, oder standen einfach um unsere Liege herum und gafften uns an. So, dass es uns nach einiger Zeit schon auf den Wecker ging, aber wir hatten ja Glück, dass wir so einen netten Liegestuhlverkaufer hatten, der uns vor den neugierigen Besuchern beschützt hat.

Nach einer Stunde fuhren wir wieder zurück zum Hotel, um Lourde zum Essen einzuladen, als Dank für seine Mühen. Nach einer ordentlichen Stärkung machten wir uns auf zum Bahnhof. Dort stand bereits unser Zug, der ungelogen 1 km lang war. So viele Wagons hintereinander hatten wir zuvor noch nie gesehen. Naja, Indien ist ja auch das Land mit der zweitgrößten Bevölkerungsdichte auf der Welt. Da bleibt so ein langer Zug natürlich nicht aus. Irgendwo müssen ja die ganzen Menschen Platz finden.

Wir bestiegen nach kurzer Suche unser Abteil der “1.Klasse”. In Deutschland würde diese Ausstattung wohl noch nicht einmal zur 2. Klasse gehören, aber gut. Wir waren froh, dass wir einen Schlafplatz für die 14 stündige Nachtfahrt hatten. Wie sich rausstellen sollte, mussten wir unser Abteil mit drei weiteren Männern teilen, was uns ein wenig gruselte, da sie alle nicht gerade einen sympathischen Eindruck auf uns machten. Aus diesem Grund packten wir unser Hab und Gut an unseren Körper, um einigermaßen ruhig schlafen zu können, was uns auch gelang.

Am 09.05., um halb sechs morgens trafen wir dann in Villupuram ein, wo uns Thomas zusammen mit Dharma in Empfang nahm. Nun waren wir nach 10 Tagen unermüdlichen Reisens wieder im gewohnten Kinderhaus. Als erstes suchten wir unsere Betten auf, um uns zu erholen.

Sophie und Meike

Freitag, 24. Mai 2013

Urlaubstripp durch Südindien (05.05.2013)



Die Backwaters von Allapuzha  
Es sollte nun also für uns weiter in Richtung Allapuzha gehen. Allapuzha, die Stadt, in der die Backwaters von Kerala wohl am schönsten sein sollten. Eigentlich hatten wir geplant, die Reise von Kottayam nach Allapuzha per Boot anzutreten, mussten jedoch feststellen, dass dies nicht möglich war, da ein Kanal nicht befahren wurden durfte. Nun griffen wir also wieder auf die wohlbekannte Buslinie zurück.
Nach einer  fünf stündigen Fahrt wurden wir am Busbahnhof von einem Mitarbeiter unseres Hotels abgeholt, der uns freundlich in Empfang nahm. Hier müssen wir mal kurz einbringen, dass wir furchtbar stolz darauf waren, die Unterkunft in Allapuzha selber ausgesucht und gebucht zu haben und dass nur mit Reiseführer und kleiner Unterstützung des InternetsJ.
Er brachte uns also zu unserer Unterkunft, die uns wirklich gefiel. Wir buchten auch schon direkt vor Ort eine Backwater-Bootstour, die vom Hotel aus angeboten wurde.
Erst einmal brauchten wir jedoch eine ordentliche Stärkung und liefen zu einem nächstgelegenen Restaurant und lieβen uns dort nieder, um einen kalten Milchshake und das Mittagessen zu genieβen. 


Um halb zwei wurden wir dann vom Mitarbeiter des Hotels zu unserem Bootsführer gebracht, der mit uns über die Wasserstraβen schippern sollte. In einem gemütlichen Zweierboot ging die Fahrt also los. Der Ausblick über die Backwaters war sehr schön. Wir sahen eine Menge Hausboote, die mit unserem schnuckeligen Boot jedoch nicht mithalten konntenJ. Wir ruderten durch kleine Gassen, in denen wir das Leben an den Backwaters hautnah miterleben konnten. Hier wuschen die Frauen die Hauswäsche im Wasser, andere nahmen ein Bad, die nächsten angelten mit Stock und Angelschnur nach Fischen. Beeindruckend wie hier so ein Fluss genutzt wird (dementsprechend sahen aber manche Abschnitte aus…hier wollten wir beide garantiert nicht schwimmen gehen).
 



 
Einen Zwischenstopp legten wir an einem kleinen Teeladen ein. Dort genossen wir heiβen Chai. Ein Mann fragte uns, ob wir nicht Lust hätten, seinen kleinen Seeadler auf die Hand zu nehmen. Dies taten wir dann, jedoch nicht nur auf die Hand, sondern auch auf Arm und Schulter hatten wir den Vogel sitzen. Nun waren wir also richtige Backwater-Piraten.
 








 

 Unser nächster Stopp sollte ein Dorf sein. Hier zeigte uns unser Bootsführer, wie man Kokosnussöl herstellt und aus den Fasern  der Kokosnuss Sticke fertigt. Wir probierten uns dann auch mal in unserem handwerklichen Geschick aus (wo wir festgestellt haben, dass wir da wohl noch einiges dazu lernen müssen). Auch genossen wir einen herrlichen Ausblick auf die Hinterlandschaft der Backwaters und auf kleine Inseln.








Hiernach traten wir die Rückfahrt zum Hotel an. Nach fünf Stunden Bootstour  waren wir dann auch froh, wieder zum Hotel zurück zu kommen. Uns hat die Tour jedoch viel Spaβ gemacht. Uns wurde viel Sehenswertes gezeigt und wir hatten auch Zeit zum Quatschen, was ja auch mal sein muss unter Frauen.
Somit hatten wir einen super schönen Tag, der mit einem gewohnten Chabatti-Abendbrot im Zimmer endete.

Sophie und Meike

Mittwoch, 22. Mai 2013

Urlaubstripp durch Südindien (04.05.2013)



 Kottayam – von nicht vorhandenen Vögeln, bis hin zu einer langen Wanderrung

Am 04.05. ging es für uns mit dem Bus weiter in Richtung Kottayam. Nach einer fünfstündigen Busfahrt erreichten wir, ein wenig erschöpft das Priesterhaus der “Holy Cross” Pfarrer. Pfarrer Biju saβ schon am Eingang des Hauses und begrüβte uns herzlich.
Wir bezogen unsere Zimmer und mussten feststellen, dass wir das erste Mal seit 2 Monaten getrennt voneinander schlafen werden. Eine ganz neue Erfahrung für uns, denn normalerweis sind wir nur im Badezimmer alleine unterwegs.
Zusammen mit Pfarrer Biju besprachen wir, bei einer Tasse Tee (den wir mittlerweile echt gerne trinken) was wir den Tag über unternehmen wollten. Wir entschieden uns zu einer Halbinsel zu fahren, auf der seltene Zug- und Wasservögel leben. Auf dem Weg dorthin klärte Pfarrer Biju uns auf, dass man zu dieser Jahreszeit wahrscheinlich keine Vögel sehen wird, aber ein Spaziergang durch den Backwater durchzogenen indischen Dschungel wäre doch auch ganz nett. 

Also taten wir dies, machten schöne Fotos und erzählten, wärend wir immer wieder nach Vögeln Ausschau hielten. Tatsächlich haben wir dann auch einen Vogel entdecken können. Was für eine Ausbeute J.
Aber dennoch müssen wir sagen, dass die Backwaters sehr schön anzuschauen sind und wir den Spaziergang nicht bereut haben. 

Als wir wieder am Anfang des Geländes angekommen waren, setzten wir uns in ein nettes Restaurant auf dem Wasser und lieβen uns chinesische Nudeln, sowie Karimeen (einen für Kerala typischen Fisch, zubereitet in einem Bananenblatt) schmecken. 



Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen hatten, fuhren wir wieder zurück zum Pristerhaus und ruhten uns ein wenig von der langen Busfahrt aus. Am Abend sollte es für uns zu einer Messe des Priesters Biju gehen.
Um 6 Uhr standen wir geschniegelt und gebügelt zur Abfahrt bereit. Wir kamen zu einer kleinen Kirche, vor der bestimmt 200 Menschen standen und den Gottesdienst verfolgten. Witzig war, dass Pfarrer Biju erst zu seiner Rede zur Messe gefahren ist. Anschlieβend sollte eine Prozession stattfinden. Aus welchem Grund, konnten wir nicht so ganz verstehen, aber es hatte wohl etwas mit der Offenbarung zu tun.
Nach einer halbstündigen Rede ging die Prozession dann los. Es wurden Lichter angezündet, bunte Schirme aufgespannt, Maria und Josef (mit Blumen behangen und “chick” in Szene gesetzt) in einem Kasten durch die Straβen getragen. Männer tanzten zur Trommelnmusik, was wohl auch typisch für Kerala sein sollte. Auch durfte das Allerheiligste nicht fehlen. Uns wurde zunächst gesagt, dass die Prozession etwa eine halbe Stunde andauern würde. Das traf dann jedoch nicht ein… wir liefen geschlagene zwei Stunden durch die Gegend. Wir waren echt froh, als wir die groβe Kirche endlich sahen und ein Ende in Sicht war. Nun hatten wir erst einmal einen kühlen Saft nötig, der uns wieder ein wenig zu Kräften brachte.
Auch Pfarrer Biju war vollkommen überrascht, dass die Prozession so lange gedauert hatte. Somit fuhren wir zügig zum Haus zurück, aβen noch zu Abend und legten uns schlafen.

Meike und Sophie