Samstag, 27. April 2013

Wochenprogramm in den Sommerferien „Summercamp“ (22.04.2013-26.04.2013)



Diese Ferienwoche stand unter dem Motto „Gartenarbeit mit Pflanzen“. Wir fuhren an drei Morgenden in eine Gärtnerei eines befreundeten Mannes von Thomas. Dort wurden den Mädchen verschiedene Möglichkeiten zur richtigen Bepflanzung von Blumen gezeigt.

Am ersten Tag war es ihre Aufgabe Erde, Sand und Kuhdung gemischt in kleine Tütchen zu packen. Hier war die richtige Technik gefragt, damit die fertigen Tütchen auch stehen blieben und man nicht, weil sie wieder umgefallen waren von vorne beginnen musste. Die Mädchen taten sich in zweier Gruppen zusammen und machten einen kleinen Wettkampf daraus, wer die meisten Tütchen in drei Stunden packen konnte. Nach ca. anderthalb Stunden gab es eine Pause, in der wir alle erfreut einen Lemon Juice zu uns nahmen. Hierbei kann kurz erwähnt werden, dass wir mittlerweile zwischen 37 und 40 Grad haben. Gegen 12:30 Uhr wurde dann das Mittagessen gebracht, welches Alfonsa mit Hilfe zweier Mädchen am Morgen gekocht hatte. So nahm sich jeder einen Teller, bekam Reis und Soße und suchte sich einen gemütlichen Platz zum Essen. 




Nach dieser Stärkung packten wir alle Sachen zusammen und machten uns auf den Weg zum Swimmingpool. Man merke richtig die Vorfreude der Kinder, endlich einmal ins kühle Nass zu springen. Allerdings erzählten uns einige von ihnen, dass sie schwimmen könnten, was sich im Nachhinein jedoch als Irrtum herausstellte, da sie Schwimmen mit Planschen verwechselt hattenJ. Am Pool angekommen, musste jedes Mädchen noch fix unter die Dusche und dann sprangen sie in voller Montur ins Wasser. Man konnte sehen, dass sie großen Spaß daran hatten und es genossen, im Wasser zu plantschen. 
Als wir dann auch dazu stießen, hatten wir direkt eine Traube Kinder um uns, die von uns das Schwimmen gelehrt bekommen wollten. Hierbei ist uns aufgefallen, dass einigen jedoch die Ausdauer fehlte es langsam zu lernen. Sie wollten es gerne sofort können. Nach einer Stunde mussten wir dann wieder das Becken verlassen, einmal unter die Dusche springen und uns umziehen. Auf dem Rückweg nach Hause waren alle müde und erschöpft, so dass viele die Möglichkeit nutzten im Bus zu schlafen. 



Am Dienstagmorgen bekamen die Mädchen eine andere Aufgabe. Heute sollten sie Farn umtopfen. Dafür wurden bereits gepflanzte Farne aus ihrem Topf geholt, voneinander getrennt und in kleinere Tütchen neu gepflanzt.  Auch hier stand der Wettbewerb im Vordergrund und die Kinder waren die ganze Zeit fleißig bei der Arbeit, so dass wir schon zur Pause hin damit fertig  waren. Nach der Lemon Juice- Pause wurden die Kinder dann in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppe mit den älteren Mädchen kümmerte sich um das umpflanzen der Kokosnusspalmen. Die jüngeren Mädels haben die fertigen Farne wieder an ihren Platz gebracht und die Arbeitsflächen aufgeräumt. Nach der getanen Arbeit fuhren wir dann zu dem alten College von Thomas. Dort nahmen wir wieder ein leckeres Mittagessen ein, welches Alfonsa für uns gezaubert hatte. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dort auf dem Gelände und spielten verschiedene Gesellschaftsspiele mit den Kindern. Bevor wir die Heimreise antraten zeigte Abi uns beiden noch die alten Räumlichkeiten, in denen die ersten Mädchen ein Jahr gewohnt hatten, bevor das Karunai-Haus fertig war. Für uns war es interessant zu erfahren, dass die Kinder dort mit Studentinnen des Colleges zusammen gelebt haben. 

 





Die Arbeit des dritten Tages, ähnelte der des ersten Tages. Wir packen wieder die Tütchen mit Erde, worin wir jetzt schon ein bisschen geübter waren. Es war schön zu beobachten, wie unsere Mädchen den Arbeiterinnen bei ihrer Arbeit halfen und sich mit ihnen unterhielten. Zum Abschluss gab es noch einen Vortrag über die verschiedenen Pflanzen die dort gezüchtet werden. Danach machten wir uns wieder auf den Weg zum College, wo es diesmal Essen von der Einrichtung gab. Dieses Essen war auch lecker, doch wir müssen mal festhalten, dass Alfonsa eine sehr gute Köchin ist. 






 
 






Im Anschluss daran fuhren wir zu einem See mit tollem Spielplatz für die Kinder. Hier hatten sie Zeit, anderthalb Stunden einfach mal zu spielen und sich auszutoben. Es war schön zu beobachten, wie auch Dhamar (der Busfahrer) mit den Kindern umgegangen ist. Alle hatten sehr viel Spaß an diesem Ort. Das Highlight war dann noch, dass er allen ein leckeres Erdbeereis spendierte. Sogar ein streunender Hund freute sich darüber, er nahm die leeren Eisbecher aus dem Mülleimer und schlecke sie genüsslich aus. 


 

 
























Am Donnerstag fuhren wir in einen staatlichen Garten. Hier wurde den Mädchen zuerst der medizinische Garten gezeigt, in dem viele medizinische Heilpflanzen zu finden waren. Ein Mann war so freundlich und erzählte den Mädchen etwas über die Benutzung der Pflanzen und welche Wunder sie bewirken können. Danach ging es zu den Erdwürmern, die uns die Mädchen begeistert zeigen wollten, da sie hier nur selten zu finden sind. Wir mussten sie leider enttäuschen und ihnen sagen, dass diese Regenwürmer ganz normal für deutsche Erde sind. Nachdem wir uns noch Hasen, Ziegen und Fische angeschaut hatten, nahmen wir das letzte Picknick der Woche ein. Danach ging es dann ein letztes Mal zum Swimmingpool. Dieses Mal waren auch die Zehntklässler dabei, die extra für den Tag Schulfrei bekommen hatten und sich sehr darüber freuten, ausgelassen im Pool zu planschen. Heute waren schon einige Mädchen konzentrierter, als wir ihnen das Schwimmen beibrachten. Einige von ihnen konnten am Ende sogar ein paar Züge tauchen.

Den letzten Tag der Gartenwoche verbrachten wir auf unserem Gelände. Nun wollten wir das Gelernte natürlich auch selber anwenden. So wurde eine Fläche mit Erde, Sand und Kuhdung bestreut, welche in nächster Zeit dann bepflanzt werden soll. Wir nutzten die Zeit, um das Gelände ein wenig auf Vordermann zu bringen. Wir sammelten Ziegelsteine und brachten sie auf einen Haufen (Charles hatte mit dieser Arbeit bereits letztes Wochenende begonnen). Auch räumten wir Regale und alte Rohre zur Seite. So wurde unser Aufräumbedürfnis, welches wir schon ein paar Wochen hatten, ein wenig gelindert. Am Abend setzten die Kinder die Arbeit fort, da es über Tag in der Sonne nicht auszuhalten ist. Damit endete die Projektwoche, welche den Kindern wieder einmal viel Freude bereitete. 

Am Sonntag geht es dann für die Kinder für zehn Tage nach Hause und für uns beginnt unser wohlverdienter Urlaub ;-).

Sophie und Meike

Freitag, 26. April 2013

Wochenprogramm in den Sommerferien „Karunai-Karangal-Training“ (15.04.2013 bis 21.04.2013)



Am 15.04.2013 begannen für unsere Mädels die langersehnten Sommerferien, nachdem sie in der Woche zuvor ihre Examen geschrieben hatten. Leider galt dies noch nicht für die Mädchen, die nach den Ferien in die zehnte Klasse gehen. Sie müssen noch bis zum 27.04.2013 die Schule besuchen. Für die anderen Kinder hieß es nun, sechs Wochen Ferienprogramm. Die erste Ferienwoche lag unter dem Motto „Karunai-Karangal-Training“. Es wurde ein Programm im und um das Haus angeboten.  

Zu diesen Angeboten gehörte ein Computerkurs, ein Tanztraining, sowie Angebote unsererseits. Das Highlight der Woche sollte dann der Besuch von Charles am Ende der Woche werden. 

Der Computerkurs sah folgendermaßen aus: Die Kinder wurden in vierer Gruppen eingeteilt, in denen sie einmal am Tag eine Stunde das Zehnfingerschreiben lernten. Dafür gab es ein extra Programm, was den Kindern von selber erklärt hat, was sie zu tun hatten. Wir konnten beobachten, dass es den Kindern nicht immer leicht fiel die Aufgaben zu erledigen, dennoch hatten sie viel Spaß daran und gaben sich große Mühe. Weiter stellten wir das Programm „Microsoft“ vor und was man mit diesem alles machen kann. Dies stellte wiederum für uns eine Herausforderung dar, weil wir uns zunächst selber über das Thema informieren mussten (hier wäre ein Informatikstudium hilfreich gewesen) und es dann anschließend ins Englische zu übersetzten. Außerdem gab Thomas eine Stunde zum Thema „Microsoft Office“. Er erklärte den Kindern die verschiedenen Programme und was man alles mit ihnen machen kann. Weiter vertiefte er das „Word“-Programm, mit dem die Kinder in Zukunft mehr arbeiten sollen.

Während der ersten Ferienwoche kam jeden Tag eine Tanzlehrerin für zwei Stunden, um den Mädchen traditionellen, indischen Tanz mit dem Namen „Bharatha Nattiam“ zu lehren. Zunächst brachte sie ihnen bei, welche Bewegungen gemacht werden müssen, bevor man überhaupt anfängt zu tanzen. Danach wurden nacheinander, verschiedene Schrittweisen eingeübt. Dies passierte in verschiedenen Gruppen, da  dieses Tanztraining schon seit drei Jahren in den Ferien stattfindet und es somit eine fortgeschrittene Gruppe gibt. Die Mädchen hatten sehr viel Spaß, die verschiedenen Schritte zu lernen und zeigten viel Freude dabei. Auch sah man ihren Ehrgeiz alles richtig machen zu wollen. Sie übten zwischendurch immer wieder die einzelnen Abläufe, um vor der Lehrerin glänzen zu können. Wir waren sehr begeistert davon, wie schnell und gut sie sich alles merken konnten, wir selber hatten nämlich größere Probleme damit. Jede Schrittfolge wurde nämlich immer in drei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen eingeübt. Die Letzte und Schnellste bereitete uns jedes Mal große Schwierigkeiten. Aber auch wir hatten Spaß daran. Ab dem 13.05.2013 soll dieses Tanztraining dann weiter gehen.

Da die Kinder während der Ferien den ganzen Tag zu Hause sind, konnten auch wir die Chance ergreifen mehr mit ihnen zu machen. Zunächst füllten wir mit jedem Mädchen eine Art Steckbrief aus, um auf diese Weise noch einmal mehr über jedes einzelne zu erfahren. Außerdem begonnen wir damit die Fußreflexzonenmassage bei ihnen anzuwenden. Dabei kamen jeden Tag vier Mädchen an die Reihe. Jeder von uns hatte somit zwei „Patienten“ zum Verwöhnen. Dabei stellten wir fest, dass zwei Personen auch vollkommen ausreichend sind. Unsere Hände hätten nicht viel mehr geschafft. Sie müssen sich erst einmal an die harte Arbeit, so wie die ledrige Haut gewöhnen ;-).

Weiter machten wir ein kreatives Projekt mit den Mädels. Um an unsere Spiele zum Thema „Teambuilding“ anzuknüpfen, wollten wir auch etwas im Hause verewigen, was die Kinder daran erinnert, dass sie eine lange Zeit zusammen verbringen. Aus diesem Grund machten wir einen Weg mit den Fußabdrücken jedes Mädchens. Sie durften sich eine Farbe aussuchen, die wir unter ihre Füße pinselten, danach mussten sie sich auf eine Pappe stellen und die Füße fest auf den Boden drücken. Hierzu bastelten wir den Slogan „Karunai Karangal – Together on the same Way“. 

Nun hängt unser Projekt an der Wand zur Yogahalle, so dass die Kinder ihn jeden Tag sehen können und an ihre gemeinsame Zeit erinnert werden. 



Auch nutzen wir die Zeit um ein Großgruppenspiel zu machen. Wir bereiteten das Chaosspiel vor, bei dem wir aus eigener Erfahrung wissen, dass es ein tolles Spiel für Kinder ist. Wir verteilten 70 Zettel mit Zahlen und Begriffen auf dem gesamten Gelände und teilten die Mädels in sechs Gruppen ein. Ihre Aufgabe bestand darin mit einer Spielfigur einen vorgegebenen Weg abzugehen, dabei mussten sie würfeln und dann die Zahl auf der sie landeten suchen gehen. Wenn sie diese gefunden hatten, musste sie den Zettel umdrehen und sich den Begriff merken, der dort aufgeschrieben war. 
Mit dieser Information kamen sie zu uns zurück und bekamen eine Aufgabe, wie zum Beispiel: „Schreibt ein Gedicht für Alfonsa“ oder „Malt jedem von euch eine Blume ins Gesicht“. Zu unserer Überraschung verstanden die Mädchen das Spiel sofort (vielleicht wird unser Englisch mittlerweile auch ein wenig besserJ) und hatten großen Spaß daran. Sie rannten aufgeregt über das Gelände und freuten sich auf jede neue Aufgabe. Somit waren sie ein bisschen enttäuscht, als wir das Spiel nach drei Stunden, aufgrund der Dunkelheit beenden mussten. Sie äußerten sofort den Wunsch es noch einmal spielen zu dürfen. Dies wird sicherlich  der Fall sein. Als Dankeschön sangen die Mädchen ein Lied für uns, welches wir ihnen am Anfang der Woche beigebracht haben. Es ist eigentlich ein deutsches Klatschlied, das über einen Elefanten geht, welches wir aber ins Englische übersetzt haben. 

Am Freitag, den 19.04.2013 kam Charles dann endlich gegen 19:00 Uhr bei uns an. Alle bereiteten sich auf diesen hohen Besuch vor und das Haus glänzte nach einer großen Putzaktion. Nachdem Duschen zogen die Mädchen ihre besten Kleider an und machten sich nett zurecht. Auch wir wurden von Abi und Regi in indische Damen verwandelt. Wir trugen zum ersten Mal einen Sari. Dabei haben wir festgestellt, dass es gar nicht einfach ist, diesen richtig anzuziehen und sich damit damenhaft zu bewegen. Auch hatten wir die ganze Zeit Angst, dass unser Bauch zu sehen war (was hier nicht schlimm ist) oder dass uns das ganze Tuch vom Leibe fällt. Charles war sehr begeistert, als er uns so sah und es wurden erst einmal viele Fotos gemacht. 

Zur Begrüßung sprach Thomas einige nette Worte und die Mädels begannen mit ihrem Tanzprogramm, welches sie extra für Charles einstudiert hatten. Gemeinsam mit ihm kamen noch drei weitere Priester, die sich das Haus interessehalber anschauen wollten. Auch sie sagten ein paar Worte zur Begrüßung. Als Willkommensgeschenk gab es für jeden der Priester, wie auch für Victor, den man natürlich nicht vergessen darf, einen Scharl. Dieser hat die Bedeutung einer Umarmung und soll großen Dank symbolisieren. Zum Abschluss des Abends gab es noch ein großes Festessen. Nach dem Essen setzte sich Charles noch mit den Kindern zusammen und erzählte ein wenig mit ihnen. Außerdem lernte er die Namen, der Kinder die im vergangenen Jahr neu ins Haus gekommen waren. Auch ihm wurde nochmal unser „Elefantenlied“ vorgesungen.

Sophie und Meike

Dienstag, 23. April 2013

Einblick in eine andere Wohnkultur (13.04.2013)



Als wir uns auf den Rückweg von der Fußreflexzonenmassage zurück nach Karunai machten, berichtete uns Thomas, dass er uns gerne das Zuhause eines der Mädchen zeigen wolle. Uns erfreute diese Nachricht, da wir uns schon häufiger die Frage gestellt haben, wo die Kinder überhaupt her kommen und ob die Wohngegend ähnlich, wie die uns bekannten Slums aussehen. 

Nach ca. 20 Minuten erreichten wir das kleine Dorf in der Nähe von Viluppuram. Dort wurden wir sehr herzlich von den Familienmitgliedern und Nachbarn begrüßt. Vor allem die Mutter des Mädchens freute sich sehr uns zu sehen. Sie führte uns in ihr „Haus“ und bat uns Platz zu nehmen. Daraufhin verschwand sie und kam mit einem indischen Snack wieder. Thomas hatte extra nicht Bescheid gegeben, dass wir vorbei kommen, da sie sonst ein großes Festmahl (was sie sich nicht hätte leisten können) vorbereitet hätte.


Zunächst schauten wir uns die beiden vorhandenen Räume an. Einer dieser Räume, ca. 12 qm, wird genutzt, um zu kochen, darin zu essen, sich darin aufzuhalten und mit vier Personen darin zu schlafen. Das andere kleinere Zimmer ist für die Großeltern des Mädchens bestimmt. Uns ist aufgefallen, dass sich in diesen Räumlichkeiten weder Betten, noch Matratzen, noch Schränke für Anziehsachen befinden. Sie schlafen hier auf Bambusmatten, entweder in oder vor dem Haus. Insgesamt gab es nur ein Bett, welches vom Großvater genutzt wurde. Dieses stand jedoch auch nicht im Zimmer, sondern davor unter einem Vordach. Natürlich kann man sich vorstellen, dass es in solch einem „Haus“ auch keine Küche und kein Badezimmer gibt. Es gibt lediglich eine kleine Feuerstelle und wenige Töpfe, sowie einen Brunnen fürs gesamte Dorf, aus dem „frisches“ Wasser gepumpt werden kann. Um sein regelmäßiges Geschäft zu erledigen, müssen sich die Dorfbewohner ein stilles Örtchen außerhalb des Geländes suchen.

Das Haus an sich wurde eigenständig aus Ziegelsteinen, Lehm und Kuhdung errichtet. Das Dach bestand aus Ästen und Zuckerrohrstängeln, was laut der Aussage von Thomas, jedem Wetter trotzen sollte. Wir waren da ein wenig skeptisch, ob dies wirklich so ist.

 
Bei dem Gang durchs „Haus“ ist uns aufgefallen, dass sie einen Fernseher und ein Handy haben. Dies haben wir als sehr gegensätzlich zu der restlichen Situation empfunden. Wir fragten uns, wieso kann man sich solche Sachen leisten, während man nicht genug Geld für Essen hat. Da uns dies neugierig gemacht hat, haben wir natürlich bei Thomas und später nochmal bei Charles nachgefragt. Sie erzählten uns, dass dies Geschenke von verschiedenen Parteien seien, die vor den Wahlen ihre Runde machen und mit Hilfe dieser Gegenstände die ärmere Bevölkerung bestechen sie zu wählen.

Während wir zusammensaßen bedanke sich die Frau häufig bei Thomas dafür, dass ihre Tochter die Chance bekommt ein besseres Leben zu führen. Sie sagte auch, dass wir wie Engel für sie sind, da es ein Wunder ist, dass es ihre Familie so gut getroffen hat. Allgemein können wir sagen, dass die Familie trotz ihrer Armut sehr gastfreundlich war und auch auf uns einen zufriedenen Eindruck machte. Wir sind der Meinung, dass man sich davon eine Scheibe abschneiden sollte und einfach seine Situation zu Hause sehr schätzen sollte. Dies tun wir nun auch viel, viel mehr.

Sophie und Meike

Samstag, 13. April 2013

Fußreflexzonenmassage (08.04.2013 – 13.04.2013)



Erster Tag:

Nach einer eineinhalb Stündigen Fahrt zum Fußreflexzonenseminar, kamen wir an dem Ort an, der für die nächsten sechs Tage unser zu Hause sein sollte. Zuerst wurde uns unser Zimmer gezeigt, welches bei genauerer Betrachtung um einiges schlichter ausgefallen ist, als das im Karunai Kinderhaus. Unsere „Matratze“ bestand aus einer etwa zwei cm dünnen Auflage, somit schlafen wir eher auf einem Brett, statt auf einem Bett. Auch waren wir den Luxus eines normalen Duschkopfes in Karunai gewöhnt. Jetzt müssen wir uns mit einem Bottich voll Wasser und einem Messbecher zufrieden geben. Bei langen Haaren gar nicht mal so einfach den ganzen Schaum wieder herauszubekommen. 
 

Um 10:00 Uhr starteten wir dann mit der ersten Einheit. Uns wurden zunächst die verschiedenen Energien erklärt, die vom Körper aufgenommen werden könne. Wie zum Beispiel die Eigenenergie, die pflanzliche Energie, die Mineral- und Metallenergie. Danach kamen wir zur Geschichte der Fußreflexzonenmassage, die auf der Zonentherapie basiert. Nach einer kleinen Pause lernten wir die ersten 17 Punkte unter dem linken Fuß kennen. Dies stellte eine kleine Herausforderung dar, weil die Begriffe nur auf Englisch beschrieben waren und wir Mühe hatten diese auf Deutsch zu übersetzten (hätten wir mal Medizin studiert, dann wäre das einfacher gewesenJ). Gegen halb zwei gab es Mittagessen. Glücklicherweise ist dies ähnlich, wie wir das aus Karunai kennen. Es gab Reis, Buttermilch und verschiedenen Currys (Soßen aus Gemüse). So kamen wir nach einer kleinen Stärkung und einer Stunde „Rest“ zurück zur Massage. Nun lernten wir die sechs Energiepunkte des Spinalkanals kennen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um die Sexualenergie, das Hunger- und das Sprachzentrum. Weiter wurden uns die drei Körper näher gebracht. Es gibt einen physischen Körper, einen Körper für die Sinne und einen, der beide vereint. Im Anschluss daran lernten wir einiges über Meditationen kennen, die den physischen und psychischen Körper vereinigen soll. Nach dieser Theorieeinheit gingen wir wieder zurück in die Praxis. Wir wiederholten die am Vormittag gelernten Punkte, probierten sie am jeweils anderen Fuß aus und gingen zum rechten Fuß über. Hier gibt es fast die gleichen 17 Punkte, mit der Ausnahme, dass das Herz und die Milz nur auf der linken Seite vorhanden sind und die Lunge, die Galle und der Gallenweg nur auf der rechten Seite des Körpers zu finden sind.


Nach dieser längeren Einheit ruhten wir uns ein weiteres Mal aus. Danach wurde uns ein englischer Anatomiefilm gezeigt. Wir waren sehr überrascht, dass wir auf einmal in einem kleinen Homekino saßen. Die Priester hier hatten eine Leinwand mit Beamer und Laptop ausgebaut und der Sound kam aus einer Dolbysurroundanlage. Wir schauten eine Dokumentation mit dem Moderator Gunther von Hagen, der Körperwelten erfunden hat. Somit konnten wir uns ansehen, wie echte Leichen obduziert wurden. Für uns und unserem Magen, eine kleine Herausforderung. Gegen 20:00 Uhr ging es dann zum Abendessen, auch hier gab es die Möglichkeit Chabatti zu uns zu nehmen, was uns wiederrum sehr freute. Um 22:00 Uhr machten wir dann das Licht aus und „freuten“ uns auf die Nacht in unseren „bequemen“ Betten (nicht).


Zweiter Tag:
Nach einer relativ unbequemen Nacht, ging es für uns um 7:00 Uhr zur ersten Meditationseinheit. Unsere Aufgabe war es, sich bequem hinzusetzten, so dass wir uns die nächsten zehn Minuten nicht bewegen müssen. Allein dies war schon nicht so einfach. Danach sollten wir uns nur auf unseren Atem konzentrieren. Wir schlossen die Augen und gaben uns größte Mühe uns nicht von den Geräuschen der Umgebung ablenken zu lassen. Wir besonnten uns vollkommen auf das Aus- und Einatmen. Wenn wir mir den Gedanken doch woanders waren, war es unsere Aufgabe wieder zurück zum Wesentlichen zu kommen. Dies hielten wir sogar geschlagene zehn Minuten aus, ohne einzuschlafen. Die gesamte Meditation war für uns einfacher als gedacht, dennoch sind wir ein paarmal mit den Gedanken abgeschweift. Danach wurde uns erklärt, dass eine Mediation sehr wichtig ist, um sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Meistens sind unsere Gedanken nämlich in der Vergangenheit oder Zukunft unterwegs. Aus diesem Grund werden wir uns die Tage hier darauf einlassen, morgens eine Mediation zu machen.

Nach einem bekannten Brotfrühstück begann um 9:00 Uhr die öffentliche Fußreflexzonenmassage des Hauses. Seit der frühen Morgenstunden warteten ca. ein Duzend Personen darauf, dass es endlich losging. Dafür kamen extra externe Personen, die selber bei dem „Vater“ des Hauses gelernt haben, wie man die Fußreflexzonenmassage anwendet. So konnte an fünf Bänken gleichzeitig gearbeitet werden. Wir setzten uns jeweils zu einer der Personen und schauten ihr über die Schulter. Wir konnten schauen, welche Punkte wir schon behalten haben und neue kennenlernen. Außerdem konnten wir beobachten, wie eine Massage richtig praktiziert wird. Auch lernten wir die Instrumente kennen, mit denen teilweise die Massage gemacht wird. 

 
In diesem Haus besteht die Möglichkeit an drei Tagen der Woche zu einer Fußreflexzonenmassage zu kommen. Diese kostet dem Patient 100 Rupien (1,40 €) für ca. 45 – 60 Minuten Behandlung. Auch wenn er währenddessen große Schmerzen aushalten muss, nimmt er dies gerne in Kauf, da seine eigentlichen Beschwerden gelindert werden. Die Personen, die solch eine Massage verrichten, tun dies an einem Tag ca. sechs bis acht Stunden. Dementsprechend sehen ihre einzelnen Fingerknochen auch sehr gelitten aus. Uns wurde auch schon angeboten, eine solche Massage an Patienten auszuprobieren, doch dafür fühlen wir uns jetzt noch nicht in der Lage und haben Sorge etwas falsch zu machen. 

  
Dritter Tag:
Auch heute begann unser Tag um 7:00 Uhr mit einer Meditation. Diesmal wurde uns aber eine Stunde lang ein Film darüber gezeigt, wie man richtig meditiert und warum dies gut für den Körper ist. Die Dokumentation war mal wieder auf Englisch, aber wir glauben, die wesentlichen Dinge verstanden zu haben. 

Nach dem Frühstück bekamen wir Besuch von Thomas, der extra vorbeigekomme war, um uns mit Brot, Nutella und Mangos (ca. 20 Stück) zu versorgen. Außerdem erkundigte er sich nach unserem Wohlbefinden und ob wir gut lernen würden. Wir verabschiedeten uns ca. 20 Minuten später und begannen mit einer weiteren Einheit. Heute kümmerten wir uns um die Punkte 18 bis 52, die uns innerhalb von zwei Stunden erklärt und gelehrt wurden. Jetzt können wir stolz sagen, dass wir schon 52 Punkte anwenden können. Auswendig zwar noch lange nicht, aber uns wird hier gesagt, dass wir dies im Laufe der Anwendungen lernen werden. Wir sind gespannt. Es fiel uns jedoch schon wesentlich leichter die einzelnen Punkte zu verstehen, da wir gestern Nachmittag Zeit hatten im Internet die englischen Anatomiebegriffe zu übersetzten. Vor dem Mittagessen wurde uns noch eine Theorieeinheit gelernt. Hier erfuhren wir, welche Reihenfolge wir während der Massage befolgen müssen, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Wir lernten die Organ-Uhr kennen, welche besagt, in welcher Zeit, welches Organ am besten behandelt werden sollte. Dies machte selbst unserem Lehrer etwas zu schaffen, da es gar nicht mal so leicht ist, sich alles zu merken.
 
Während unseres Mittagessens unterhielten wir uns ausführlich mit zwei Priesteranwärtern über die indische und deutsche Kultur. Sie waren sehr offen und neugierig zu erfahren, was wir über Indien denken und was die Unterschiede zu Deutschland sind. Einer der Männer wird in Zukunft für sein Theologiestudium nach Amerika gehen. Ihn reizt es eigentlich wenig dort hin zu reisen, doch da sein Chef ihn darum gebeten hat, wird er dies ohne Murren tun. Er würde lieber hier in Indien bleiben, da er der Meinung ist, dass man hier seine Hilfe besser gebrachen kann. Dennoch wird er, sobald das Visum da ist für eine gewisse Zeit (ca. 25 Jahre) in Amerika leben. Wir sind sehr gespannt, was ein Inder von einem westlichen Land, wie Amerika hält und wie es ihm dort so ergehen wird. 

Nachdem Mittagessen konnten wir uns ein bisschen erholen, um dann am Nachmittag mit den restlichen Punkten weiter zu machen. Somit konnten wir am frühen Abend die letzten Punkte beenden und sollten jetzt in der Lage sein, alle zu kennen und anzuwenden. Wir sind gespannt, welche wir im Endeffekt bei unserer ersten Behandlung noch kennen und massieren können.


Vierter Tag:
Natürlich begann auch der heutige Morgen mit einer Meditationseinheit. Leider mussten wir feststellen, dass sich das unbequeme Bett langsam auch auf unseren Körper auswirkt, weswegen wir ein bisschen Rückenschmerzen hatten und müde waren. Aber was soll es, weiter geht’s. Die Meditation sollte uns ja dabei helfen fitter zu werden. Der heutige Film zeigte uns die sechs verschiedenen Energiezentren im Körper. Da die Frauenstimme aber sehr undeutlich gesprochen hat, konnten wir nicht wirklich viel verstehen und nun auch nicht an euch weitergeben. Es hatte irgendetwas mit Feuer, Wasser, Luft, Natur und dem Universum zu tun ;-). Wir warten gespannt auf den Tag, an dem wir das „Gelernte“ dann auch mal anwenden müssen. Eine kleine Aufgabe gab es schon mal für uns. Wir durften nämlich eine halbe Stunde nicht mit einander reden. Dies stellte kein Problem für uns da, weil wir einfach müde waren und auf unserem Bett (Brett) eingeschlafen sind. 

Da heute ja Donnerstag ist, findet hier wieder die öffentliche Fußreflexmassage statt. Vor dem Frühstück war der Vorraum mal wieder gerappelt voll und wir waren froh noch nicht mit massieren zu müssen (wir wissen ehrlichgesagt auch nicht, ob wir das am kommenden Samstag schon können / wollen). Die Zeit nutzen wir, um den Massageprofies über die Schulter zu gucken. Es erfreute uns zu sehen, dass wir nun schon mehrere Punkte zuordnen konnten. Dennoch müssen wir sagen, dass wir teilweise die Begriffe auf Deutsch und teilweise nur auf Englisch konnten. Heißt also, bevor wir nach Deutschland kommen, müssen wir alles nochmal lernen (welch eine Freude). Auch erfuhren wir dabei, dass die externen Massöre für einen Tag 250 Rupien bekommen, also ca. 3,50 €. Das macht ein Monatsgehalt von 3000 Rupien, sprich 42,00 €. Für indische Verhältnisse gar nicht mal so schlecht.

Nach dem Mittagessen gingen wir voller Elan zurück in unseren Klassenraum, leider hatte unser Lehrer doch noch keine Zeit für uns, weswegen wir begannen uns gegenseitig die Punkte zu zeigen. Dabei ließen wir das erste Mal das Buch weg, sodass wir alles auswendig anwenden mussten. Zu unserem Erstaunen klappte dies wirklich gutJ. Wir waren schon richtig stolz auf uns. 










 
Während wir dies taten, hörten wir Musik von draußen, die uns neugierig machte. Wir beschlossen raus zu gehen um zu gucken, was da los war. Als wir in den Garten kamen sahen wir die Jungen des Hauses einen Tanz einstudieren. Wir wollten uns dazu setzten und zu schauen. Daraus wurde aber nichts. Kaum hatten die Jungens uns erblickt, hielten sie schon unsere Hände und forderten uns zum Tanz auf. Uns blieb also nichts anderes übrig, als mit ihnen zu tanzen. Wir müssen aber zugeben, dass dies großen Spaß gemacht hat. Die Jungens waren sehr erfreut und haben uns mit ihrer positiven Ausstrahlung angesteckt. Nachdem wir einige (ca. 50) Fotos mit den Kindern gemacht hatten und versucht haben uns mit ihnen zu unterhalten (schwierig, wenn wir nur Deutsch und Englisch können und sie nur Tamil) gingen wir wieder ins Haus (irgendwann fühlt man sich schon wie so ein Affen im Zoo, wenn so viele Kinder an einem hängen, zig Fotos von einem machen wollen und auf einen einreden, als wäre man taub :D ).


Da sich zu dieser Zeit immer noch keiner für uns zu interessieren schien, gingen wir mal auf den Vorplatz, um dort eine kühle Brise zu genießen. Dabei stellten wir uns vor, ein kühles Bier zu trinken, was eine tolle Vorstellung war. Als wir dann einen der Priester in die Stadt fuhren sahen, baten wir ihn für uns ein kühles Blondes mit zubringen. Dies tat er mit großem Genuss, da er uns schon die Tage zuvor mal (mal ist gut) gefragt hatte, ob wir denn kein Bier zum Frühstück wollen. So machten wir ihn und uns glücklich. 

Die Zeit vor dem Abendessen nutzen wir, um uns einen weiteren Ausschnitt des Anatomiefilms anzuschauen. Diesmal erfuhren wir, wie das Essen vom Mund bis zum After gelangt. Es war sehr schön mit anzusehen, wie Leichen dafür benutzt wurden, um dies zu veranschaulichen. Naja gut, jetzt wissen wir Bescheid.


Fünfter Tag:
Der Morgen begann, wie kann es anderes, mit einer Meditation. Doch dieses Mal ging es wirklich zur Sache. Wir sollten uns eine bequeme Position suchen und dann geschlagene 30 Minuten still, auf unserem Atem konzentriert auf dem Stuhl sitzen. Das ist gar nicht mal so einfach. Die ersten zehn bis fünfzehn Minuten waren ganz ok. Danach waren wir mit unseren Gedanken Gott weiß wo und mussten uns ständig wieder zurück bringen. Schon interessant auf was für Gedanken man so kommt, wenn man nicht nachdenken soll.

Nach dem Frühstück begann für uns wieder der Unterricht. Wir wiederholten noch einmal alle Punkte und bekamen großes Lob dafür, wie viel wir schon behalten haben. Aus diesem Grund gingen wir über zu den Instrumenten. Man kann diese Massage nämlich nicht nur mit den Händen machen, sondern auch mit extra Sticks. Die gibt es dann auch in verschiedenen Größen, passend zu den Stellen am Fuß. Dies übten wir zwei / drei Mal gemeinsam mit George (einem Priesteranwärter), der nach einer gewissen Zeit gelangweilt wirkte, weil er uns nur selten korrigieren musste. Nach dem Mittagessen kamen wir ein letztes Mal zusammen und erfuhren noch weitere interessante und wichtige Dinge für eine Behandlung. 




Dann hatten wir anderthalb Stunden Pause, die wir nutzen, um auf der Dachterrasse ein kühles Radler zu genießen. Das war einfach traumhaftJ. Gegen 18:00 Uhr bekamen wir dann unsere erste (vielleicht auch letzte) Fußreflexzonenmassage. Wir wollten gerne erfahren, wie sich so etwas überhaupt anfühlt, damit wir unser Gegenüber demnächst besser einschätzen können. Das man sich krümmt und schon mal aufschreit ist nämlich ganz normal. Angenehm ist nämlich anders. Nach dem wir eine Stunde „gequält“ worden waren, waren wir erleichtert, als die Herren unsere Füße in Ruhe ließen. Jetzt hoffen wir nur, dass es auch etwas gebracht hat. 






 


Sechster Tage:
Um den Kreis zu schließen, begannen wir auch den letzten Morgen mit einer Meditation. Auch hier hieß es wieder eine halbe Stunde Schnauzte halte, Augen schließen, nicht bewegen und vor allem nicht nachdenken! Profis sind wir darin jetzt noch nicht wirklich, aber das kann ja noch kommen (wir sind gespannt auf den Tag, an dem wir freiwillig meditieren werden). Zusammenfassend würden wir aber sagen, dass wir diese Erfahrung nicht missen wollen und froh sind das Ganze einmal ausprobiert zu haben. Jetzt können wir sagen, dass es nichts für uns ist. Macht doch nichts. 

Um 9:00 Uhr indische Zeit (also 9:30 Uhr, wir haben uns übrigens schon sehr gut an die Unpünktlichkeit gewöhnt und sind dabei uns anzupassen) begann dann wieder die öffentliche Fußreflexzonenmassage. Wir schauten den Profis ein letztes Mal über die Schulter. Heute haben wir auch beobachten können, dass Kinder mit einer Behinderung massiert wurden. Der Vater eines Jungen mit einer Spastik erzählte uns, dass er eigentlich in Frankreich leben würde, da dem Jungen aber hier in Indien viel besser geholfen werden kann (Beispielsweise durch so eine Behandlung) kommen sie regelmäßig für drei Monate hier hin, um hier zu leben und den Jungen bestmöglich zu helfen. Bei einem anderen Jungen (ca. 6 Jahre) mussten wir beobachten, dass er während der Behandlung große Schmerzen hatte und sich die ganze Zeit dagegen werte. Für uns war es sehr schwer einzuschätzen, ob diese Art von Behandlung wirklich förderlich für so kleine Kinder ist. Wir hoffen auf jeden Fall, dass es beiden Jungen etwas gebracht hat. 

Gegen 11:00 Uhr erschien Thomas (vollkommend überraschend zu früh) und wir packten unsere Sachen für unsere Abreise. Bevor wir das Haus verließen verabschiedeten wir uns von allen und bedanken uns für die schöne und interessante Woche. Zum Abschluss bekamen wir noch ein Zertifikat, so dass wir nun offiziell die Fußreflexzonenmassage praktizieren dürfen. Also her mit euren Füßen.

Meike und Sophie